Patriks: Und wie heißt dann die Hl. Inquisition heutzutage? PRISM?

Patrik M. Haßdenteufel

Patrik M. Haßdenteufel

Letzte Woche im Social Media Club: „Die Botschaft muss möglichst über alle Kanäle ausgesät werden. Denn wenn ihr nichts aussät, dann werdet ihr auch nichts ernten. Der Fachbegriff heißt Seeding“.

Irgendwie bekam ich nach dieser Anregung im Club eine Art „déjà vu“. Diese Story kannte ich doch? Genau, vor ein paar Jahren, irgendwann im Winter , verreiste eine hochschwangere Frau mit ihrem Mann. Es sollte eine Städtereise werden. In Aufregung der herannahenden Niederkunft vergaß die werdende Mutter sowohl ein Hotel als auch einen Wagen zu buchen. Da die Niederkunft bevorstand und das Kind an prominentem Ort geboren werden sollte, reiste man auf einem Tier und nächtigte in einer Kschemme.   Das Kind wurde wie geplant, geboren. Ein Junge! Der Junge mit starker sozialer Ader stellte sich als recht pfiffig heraus. Er entwickelte ein für die damalige Zeit fortschrittliches und heute noch immer wirksames Sozialkonzept. Aufgrund fehlenden Marketings und einer funktionierenden logistischen Infrastruktur entsandt er seine Freunde in die Welt, um das Konzept (Botschaft) zu lehren.  Diese Frühform des Marketings war sehr stark auf Mundpropaganda (Word of Mouth) gestützt. Die Überbringer und Lehrer des Sozialwerks hießen, da die Post erst später erfunden wurde, Apostel (lat: ante postula; vor der Post?). Die Namen wie Lukas, Markus, Johannes usw. sind hinreichend bekannt.

Aus meiner Vision erwacht, stellte ich mir die Frage: Wie heißen die Botschaftsstreuer im Social Media Web wohl? Etwa: Pinterest, YouTube, Facebook, Twitter, Yahoo, WhatsApp, WordPress, Flickr, Tumblr, Xing, LindIn und Foursquare?

 Und wie heißt dann die Hl. Inquisition heutzutage?  PRISM?

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Social Media Marketing Adventure: Das Team

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Wer den Online-Kanal im Fokus hat, der muss auch das Team um diesen Kanal vertrieblich ausrichten. Gebraucht wird auch eine Online-Agentur, die vertrieblich denkt. Das Marketing muss auf originäre Aufgaben konzentriert werden: Produkte und Leistungen zu inszenieren. Es geht darum Emotionen zu erwecken und Kaufmotive anzusprechen. Das Marketing kann sich nicht mehr darauf beschränken, mit der Online-Agentur die Templates zu gestalten und das Content-Management den Fachbereichen zur Befüllung zu überlassen.
Mehr dazu: neuromarketing im internet, Haufe Verlag, Isbn 978-3-648-01290-1.

Social Media Marketing Adventure: Tips und Tricks T6

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Content is King, Context is Queen“, ein Satz, der im Social Media Marketing Gesetzescharakter hat. Eine eigene Community im Social Web 2.0 muss erst aufgebaut werden. Dies im Gegensatz zu Radio und Fernsehwerbung, deren Publikum schon versammelt vor den Geräten sitzt.

Die Herausforderung für das SMM (Social Media Marketing) besteht darin:

–          Inhalte der Seite so aufzubereiten, dass die vorbeischauenden Besucher   sich angesprochen fühlen,

–          Inhalte so spannend, unterhaltsam oder nützlich zu gestalten (-> Storytelling), dass der Besucher Nutzen erkennt, die Seite erneut besucht und sie weiter empfiehlt.  (-> Word of Mouth, Mundpropaganda).

–          Inhalte danach so zu vernetzten, dass daraus Nachrichten werden (->seeding).

Gelungenes Storytelling:

http://www.youtube.com/watch?v=owGykVbfgUE (Old Spice)

http://www.youtube.com/watch?v=0qgnCwQFz8I (Hahn Bierwerbung)

https://www.youtube.com/watch?v=4C3AyKc3U6Q ( Mann im Schrank)

Mundpropaganda:

Nächstes Tips: Contentstrategie; Ziele definieren; Seeding; Vormedialer Raum; ROI und Analysetools; Rechtsrahmen;

Social Media Marketing Adventure: Tips und Tricks T5

 

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Grundlegende Fragestellungen sollten beim Start ins Social Media Marketing  geklärt sein:

  1. Wen oder welche Zielgruppe möchte ich mit dem Marketing erreichen?
  2. Wo oder auf welcher Plattform befindet sich meine Zielgruppe? 

Anzunehmen, dass Facebook oder Twitter alle Gruppen abdeckt, ist blauäugig. Möchte ich z.B. Mode oder Accessoires verkaufen, könnte es weitaus wirkungsvoller sein, die Pinterest Seite ins Auge zu fassen. Ergibt diese Zielgruppenanalyse, dass Facebook die richtige Plattform ist, so schließt sich die Frage an: 

3.  „Wie erreiche ich z.B. Bekanntheit?“.

Mit Posten und „I Like“ die kritische Masse an Aufmerksamkeit zu erlangen oder Beziehungen aufzubauen, dürfte schwierig werden. Zur Zielerreichung bietet Facebook zwei Tools an. Zum einen die Facebook „Fanpage“ und zum anderen das Einrichten einer „Gruppe“. Die Fanpage ist relativ (-> mit ein wenig Geduld) leicht zu installieren. Zum Einrichten der Page findet man auf YouTube ausgezeichnete Experten-Clips. Die Page ist nach Aktivierung für alle User geöffnet. (-> Spätestens dann sollte ein Impressum eingepflegt sein). Um die Fanpage bekannt zu machen, bietet Facebook das Schalten von Werbung an. Die Spots werden nach Vorgabe zielgruppengerecht eingeklinkt. Im Vergleich zu der analogen Printwerbung sind die Kosten niedrig. Die Gruppe funktioniert eher wie eine Art Interessengemeinschaft, bei der Themen von „Relevanz“ (-> Nutzen und Interesse) für die Unser sehr schnell an Aufmerksamkeit und Zustimmung gewinnen. Im Gegensatz zur Fanpage kann eine Gruppe auch geschlossen geführt werden. 

Nächstes Tips: „Content is King and Context is Queen“; Der Zielgruppe Nutzen bieten; Contentstrategie; Ziele definieren; Seeding; Vormedialer Raum; ROI und Analysetools; Rechtsrahmen;

Social Media Marketing Adventure: Krisensitzung T4.1

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Seit ich mich mit Social Media beschäftige, erkenne ich, daß meine Ungeduld mein grösstes Hindernis ist.
Dimitri Matveev, der Social Media Manager des Bruno Gmünder Verlages, sagte mir zu Anfang, daß man bei der Erfolgsmessung des SM (Social Media) einfach warten müsse. Nach vier Tagen sehe ich, daß er Recht hatte. Dieses Blog startete ich vor gut zwei Monaten. Ich stellte fleissig Beiträge ein, doch es passierte relativ wenig. Nach etwa 10 Beiträgen begann der Traffic. Die ersten 1000 Aufrufe zogen sich über fast 6 Wochen. Die nächsten 1000 Aufrufe brauchten nur noch zwei Wochen. Während all dieser Zeit stieg mein Kloutwert (persönlicher Wert des Einflusses auf die Social Media Community) um 100%. Wie zuvor in T3 beschrieben muss im SM eine kritische Masse erreicht werden.

Die Informationsflut der letzen 4 Tage zu sichten und zu organisieren war die nächste Herausforderung in diesem Projekt.
Social Media hat seinen Stellenwert im Marketingmix erkämpft und ist etabliert. Das Handling des ganzen Räderwerks „Social Media“ im täglichen „Geschäfts“- und Privatleben bleibt die größte Anforderung der nächsten Wochen;-)

Gestern Abend versuchte ich in meine Facebook Fanpage eine App einzubauen. Die Navigation der Facebooktools ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Eine Hilfeseite fand ich erst gar nicht. Gegen 22 Uhr nach zwei Gläsern Wein, um meinen Frust zu bewältigen, kam mir der zündende Idee:“ Ich frage mal Google!“. Google stellte folgende Frage: “ Wie baut man eine App in die Facebook Funpage ein?“. Es dauerte nicht mal eine Minute und ich hatte Ergebnisse. YouTube bot mir ein vorzügliches Video an, daß mich in meiner Not warhaft unterstütze. Hier ist eine weitere elementare Veränderung, die das Social Media mit hervorgebracht hat. Krise bewältigt. Mein Dank an die Social Media Community.

Social Media Marketing Adventure: Kommunikationspolitik und die RSS Technologie T4

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I. Die Kommunikationspolitik im Social Media
In T3 wurde die strukturelle Einbindung des Social Medias in das Marketing Mix und in die Marktkommunikation dargestellt. Heute in T4 werden kurz die Kommunikationselemente der Social Media Kommunikation genannt. T5 wird am Beispiel von Facebook Fanseiten und Facebook Gruppen Kommunikation vertiefen.

1. Klassische Online Werbung:
– Display Werbung (Google AdWords, AdSense)
– Affiliate Marketing
– Suchmaschinenoptimierung
– Browser Games
– Online Gewinnspiele
– Facebook Gruppen (dazu mehr in T 5)
– Facebook Fanseiten (dazu mehr in T 5)

2. Zusammenspiel von Social Media Kommunikation und TV:
Social Media und TV wachsen zusammen. Menschen wollen nicht mehr nur konsumieren, sie wollen heute interagieren. Bei der Sendung Hard aber Fair teilen die Zuschauer ihre Meinung per e-mail oder in Facebook Beiträgen mit.

Link zu einem interessanten Artikel:
Social Media Kommunikation und Fernsehen

3. Zusammenspiel von Social Media und Print
85 Prozent der Redaktionen sind schon heute bei Facebook, Twitter & Co aktiv. 40 Prozent haben Communities aufgebaut.
Hauptthema im Printbereich sind die Anzeigenkosten für den Werbenden im direkten Vergleich zu Onlinewerbung. Eine Unternehmerin aus dem Immobilienbereich sagte mir neulich, dass sie früher bis zu 15.000 € Anzeigenkosten im Monat hatte. Heute durch Nutzen des Internets mit alles Werbemöglichkeiten liegen die Kosten bei ein paar 100 €.Aus meiner eigenen Verlagstätigkeit weiß ich, dass der Werbekunde eine Kombination aus Print, Online und Mobile forderte.
Links zum Thema:
Print und Web
II. RSS Technologie
Das Kürzel RSS bedeutet „Real Simple Syndication“ oder „wirklich einfache Verbreitung von Nachrichten. Menschen kommen auf die Website oder auf den Blog, weil sie die Seite kennen oder im Netz gefunden haben. Die RSS Technologie ist eine Hilfe Nachrichten zu verbreiten ohne eigenes Zutun. Der RSS Feed informiert den Nutzer auf welchen Seiten oder Blogs sich etwas verändert hat. Vorrausetzung dafür ist, dass die Seite den Dienst anbietet, und man selbst die Veränderungsmeldungen abonniert hat. Organisiert werden diese automatisch generierten Nachrichten über sog. RSS Readers. Dies sind Seiten, auf denen man die Abonnierten Nachrichten organisieren kann. Das Aussehen solch einer Seite ist mit Outlook zu vergleichen. Ausgereift ist der Gebrauch der RSS Technologie, wenn man mit ihr Recherche betreibt, eigene Informationen darüber absetzt und eigene Feeds in RSS Verzeichnisse hinterlegt, die daraufhin die sozialen Netze automatisch damit wieder befüllen.

Links zum Thema:
RSS Verzeichnis

PS: Marketingmix T3 gibt es in einer neuen überarbeiteten und ergänzten Version.