Patriks: „Wir sind doch alles Sozialisten hier! Oder?“

Patrik M. Hassdenteufel

Patrik M. Hassdenteufel

Katze, mein Jugendfreund, den wir schon im Blog: „Ging daraus die „Katze“ hervor? und im Blog: „Pascal? Wer ist Pascal?“, kennen lernten, zog es nach seinem Studium der Politikwissenschaften natürlich in die große Weltpolitik. Sehr früh, ich glaube schon im Gymnasium,  trat er als Mitglied in die  sozialdemokratische Partei Deutschlands  SPD ein. Diese Partei reflektierte seine politische Gesinnung, seinen vermeintlichen Lebensstil und stand damals weit genug in Opposition zur Partei seines Vaters der CDU. Katzes persönlicher Stil, wie schon andern Orts beschrieben, hatte etwas Legeres. Die Kleidung bewusst nicht an der Mode orientiert, sondern mehr am Zweck, war schon mehr als 10 Jahre eingeführt und getragen.  Die blonden, strähnigen Haare mit Haarklammern an den Seiten befestigt, so stellte er sich den optischen Auftritt des wahren Sozialisten vor. So und nicht anders! Jede Veränderung oder jedes optische Highlight, wie zum Beispiel das Tragen imperialistischen Bekleidungsgutes in Form einer Jeans, entlockte ihm einen angewiderten Gesichtsausdruck. Reaktionärer Ausbeuter war die netteste Beschimpfung, der man sich aussetzte.

Sein Start in der Politik begann als Referent bei einem ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin. Sein Büro lag im alten Reichstagsgebäude in einem Siebzigerjahre Bau, der aus der Mitte des zerbombten Reichstags herauswuchs.

Zum sechzigsten Geburtstag des Bürgermeisters waren alle politischen und wirtschaftlichen Größen des damaligen West Berlins eingeladen. Auch ein Alt- Bundeskanzler befand sich unter den Gästen. Der Bürgermeister lies es sich nicht nehmen auch seine Referenten und engen Mitarbeiter zum Fest einzuladen. Völlig fehl interpretiert (so Katze später zu mir) hatte er wohl den vorgeschriebenen Dresscode der Einladung: „sportlich, legere“. Katze verstand darunter das Tragen seines organge farbenen Trainingsanzugs mit drei braunen Streifen an den Seiten. Diese zweckmäßige Bekleidung erschwerte ihm zunächst nur den Einlass. Verwunderte Blicke ignorierte er oder bezog sie auf seinen Status als Referent des Bürgermeisters. Kurz nach Eröffnen des Buffets kam es jedoch zum Eklat von Seiten der Bürgermeister Gattin, die sich ob der Optik dieses Gastes erheblich gestört fühlte, und darum bat, das Fest unauffällig zu verlassen. Katze, von ihr angewidert, drehte sich zu ihr um und in seiner ruhigen und sachlichen Art, die elegante Gattin fixierend, entgegnete er: „Wir sind doch alles Sozialisten hier! Oder?“  Die  gescholtene und echauffierte Dame zeigte zunächst keine Reaktion.

Aber dieser Abend leitet das abrupte Ende seiner politischen Laufbahn als Referent eines ehemaligen Regierenden Bürgermeisters von West Berlin ein.

Patriks: Wie gut, dass ich gefahren bin! Was hätte sonst alles passieren können?

Patrik M. Haßdenteufel

Patrik M. Haßdenteufel

Mein Opa – ein ehemaliger Fahrlehrer beim Militär – war, als ich sechzehn Jahre wurde, der Meinung, dass es nun Zeit ist, Fahrpraxis zu sammeln. Er fuhr das Auto aus der Garage, setzte sich auf den Beifahrersitz und ich musste ans Steuer. Los ging es. Ich hoppelte mit dem Opa durchs Dorf. Erstes Etappenziel war der „Steile Berg“ – eine Dorfstraße mit starker Steigung. Anfahren am Berg mit Handbremse war angesagt. Eine erste Herausforderung unter Beobachtung des halben Dorfes. Mir wird heute noch manchmal mulmig, wenn ich in eine Haltesituation am Berg komme. Sofort fällt mir Opas nervöses Gezappel ein unter dem Lächeln der am Straßenrand stehenden Dorfdeppen. So ging es nun einmal in der Woche, zumeist am Sonntag. Die Zeit verging und meine Fahrkünste wurden sicherer.

Richard, ein Freund der Familie, war so beigeistert von meinem persönlichen Fahrstil, dass er mich ermunterte, doch mal zusammen mit ihm seinen neuen Opel Monza zu fahren. Wow, dies war eine Herausforderung. Im Geiste sah ich schon Schulkameraden neidisch am Straßenrand stehen, während ich vorbeifuhr. Der Wagen, goldfarben lackiert, stand auf der Straße vor dem Haus, eingeparkt zwischen zwei Autos. Auf der gegenüberliegenden Seite standen ebenso Autos und ein Zigarettenautomat. (Damals standen diese noch direkt am Straßenrand.) Ich stieg auf der Fahrerseite ein und Richard saß daneben. Spiegelkontrolle, wie beim Opa geübt, Schlüssel in die Zündung, Kupplung treten, Gang rein und langsam aus der Lücke fahren – getreu Opas Anweisung.  Aber das Gaspedal dieses Wagens war so leichtgängig, dass er geradewegs aus der Parklücke auf die gegenüberliegende Straßenseite schoss und dabei den Zigarettenautomaten aus seiner Verankerung riss. Es schepperte und klirrte und der Automat lag verkaufsbereit auf unserer Motorhaube. Geistesgegenwärtig sprang ich nach Aufforderung von Richard auf den Rücksitz, während Richard mit einem Sprung auf den Fahrersitz wechselte. Vom Krach angezogene und herbeieilende Leute sahen nun Richard aus dem Auto steigen. Der mittlerweile eingetroffenen Polizei erzähle er, dass das Gaspedal defekt sei. Eine kurze Überprüfung des Pedals durch einen der Beamten führte dazu, dass Richard aufgefordert wurde, in ein Röhrchen zu blasen. Das Ergebnis war so vielversprechend, dass er zur Blutabnahme musste. Ich dachte nur bei mir: „Was? Der ist besoffen? Wie gut, dass ich gefahren bin! Was hätte sonst alles passieren können?“

Moderatoren für virtuelle Gesprächsräume: Unternehmen brauchen Medien- und Inszenierungskompetenz

Ich sag mal

Zwei Drittel unserer Büroarbeitszeit bestehen aus Kommunikation – Gespräche mit Kollegen, Telefonate, Sitzungen, E-Mails, Berichte, Memos, Flurfunk und immer stärker auch Videokonferenzen.

„Das ist ein recht stabiler Wert, den wir in unseren Umfragen ermittelt haben. Und häufig entsteht der Vorwurf, dass man ja nicht nur kommunizieren, sondern auch ‚schaffen’ müsse. Dabei ist Kommunikation doch Arbeit und sollte technisch, organisatorisch und didaktisch professionalisiert werden“, fordert Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation im Bloggercamp.tv-Interview.

Kommunikationskompetenz sei aber in fast allen Unternehmen und in der Management-Ausbildung ein eher unterbelichtetes Thema.

„Eine erweiterte Medien- und Inszenierungskompetenz wird nicht vermittelt. Das sollte aber die gleiche Relevanz bekommen wie die Technologie“, so die Erkenntnis von Hofmann.

Fraunhofer moniert die mangelhafte Schulung. Dieses Thema gehöre dringend auf die Agenda der Personalabteilungen. Man benötige jetzt vor allem ein Verständnis für visuelle Medien, um die Vorteile der Videokommunikation voll auszuspielen. In virtuellen Gesprächsräumen müsse anders…

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Patriks: „Rico, ich kaufe mit gutem Gefühl eine hässliche aber verlässliche B-Klasse.“

Patrik M. Haßdenteufel

Patrik M. Haßdenteufel

„Rico, wir brauchen ein neues Auto“. „Was schwebt Dir vor?“. „Ein Traum wäre der Audi A3. Den 3 er BMW könnte ich mir vorstellen, aber BMW musste ich beruflich immer fahren. Darauf habe ich nicht mehr soviel Lust. Eine Alternative wäre die B- Klasse.“ „Die B-Klasse ist wenigstens praktisch, und sieht schön kompakt aus.“. „Sie ist gewöhnungsbedürftig, eher hässlich!“ „Ja, kann man so sehen. Was unternimmst Du?“ „Oh, ich war sowohl bei Audi und Mercedes auf den Internetseiten und habe mich umgesehen. Bei Audi fand ich einen Wagen, der mir gefällt. Es war nur schwierig einen Ansprechpartner zu finden. Der Verkäufer in der einen Berliner Niederlassung hatte viel zu tun. Die Telefonzentrale verband mich mit einer anderen Niederlassung. Dort konnte man mir aber zum Auto nichts sagen. Ich bat um Rückruf. Bisher warte ich noch.“ „Und sonst? Was war mit Mercedes und BMW?“. „Bei Mercedes fand ich auch einen Wagen. Auf der Internetseite ging direkt ein Chatfenster auf und ich konnte Fragen zum Auto stellen. Und stell Dir vor, die haben direkt vom Internet aus Kontakt mit dem richtigen Verkäufer aufgenommen. Als ich den Chat beendete, rief mich auch schon der Verkäufer an. Heute Morgen gegen 10 Uhr hatte ich einen Termin. Und Du glaubst es kaum, der Wagen stand frisch geputzt vorm Verkaufsraum. Extra für mich bereit gestellt.“. „Und BMW?“ „Nur wenn alle Stricke reissen. Ich will nicht mehr unbedingt….“. „Die von Daimler haben ja wirklich ein großes Interesse  diese optischen Herausforderungen  los zu werden.“ „Aber alles lief perfekt. Ich machte eine Probefahrt. Der Wagen ist nicht übel. Der Verkäufer erklärte mir den Wagen bis ins Detail. Das war mir schon fast zu viel. Danach unterhielten wir uns über kaufmännische Inhalte. Sie kaufen den Alten sogar über Wert zurück. Da konnte ich nicht meckern!“ „Und was ist nun mit dem A3?“ „Ich konnte den Verkäufer heute Morgen schon wieder  telefonisch nicht erreichen. Ich rief ihn, als ich auf dem Weg zu Mercedes war, an. Er hatte wohl gestern keine Zeit gehabt mich zurück zu rufen?“ „Fährst Du vorbei?“ „Hm, und wenn er dann wieder keine Zeit hat?“. „Schon seltsam. Das Geschäft läuft wohl gut bei denen? Und was machst Du nun?“. „Ich kaufe mit gutem Gefühl eine hässliche, aber verlässliche B-Klasse.“