Patriks: Pascal? Wer ist Pascal?

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Kürzlich besuchte ich eine Buchpräsentation im Lichthof der Technischen Universität zu Berlin zum Thema: „Diskriminierung, Ausgrenzung, Vertreibung: Die Technische Hochschule Berlin während des Nationalsozialismus“.
Alles war wie geleckt. Laudatoren aus den Bereichen Forschung, Wirtschaft und Kultur. Gefeilte und blumige Reden von Redekünstlern und gewählten , sowie geübten „Berufsschwätzern“. Sehr erfrischend war der kurzweilige Beitrag einer jungen Studentin. Im Publikum das übliche, Stimmen fangende Politikpersonal, gebildete Rentner aus der Forschung und ehemals Betroffene oder deren Angehörige.

Nach drei Präsentationsstunden eines wirklich gelungenen Projekts, eröffnete der Universitätspräsident endlich das Buffet. Wie üblich, bildeten sich rasch informelle Grüppchen. Sie schwatzten, tranken Wein und aßen kleine Häppchen.
Katze, wir kennen ihn schon aus einem früheren Blog (Patriks: Entstand daraus die Katze), die Buchautorin und ein paar Freunde bildeten meine Peer-Group an diesem Nachmittag.
Meiner Neigung folgend, horchte ich in die Gespräche benachbarter Diskussuionsrunden mit rein. Direkt neben uns stand eine Gruppe von Studenten in Gespräch mit zwei mir bekannten Politikern. Einer von ihnen, Angehöriger einer Partei, die sich besonders um die Freiheit des Internets bemüht und sich nicht scheut, im Jahr 2013 immer noch mit Enterhaken zu arbeiten. Diese Partei reklamiert für sich rund ums Internet, d. h. auch in Soft- und Hardware-Angelegenheiten, immer up to date zu sein. Einer der aufgeschlossenen und diskussionsbereiten Studenten fragte den politischen Internetspezialisten, ob denn „Pascal“ immer noch eingesetzt wird. Der Jungpolitiker, sichtlich überrascht über diese Frage, fragte kurz und abgehackt zurück: „Pascal? Wer ist Pascal?“.

Es begann eine ausführliche Erklärung des wissenden Studenten.
(Anmerkung: Pascal ist oder war eine der Programmiersprachen. Pascal ist eine Weiterentwicklung von Algol 60. Interessant ist die Tatsache, dass Apple bei der Entwicklung des Betriebssystems und der darauf laufen Applikationen des Apple-II-Nachfolgers Macintosh auf Pascal setzte. Zwecks Rückwärtskompatibilität blieb die Übergabe von Parametern für Betriebssystemaufrufe bis zur letzten Mac-OS-Version 9.2.2 des Jahres 2002 an Pascal-Konventionen angelehnt. Näheres dazu siehe auch Wikipedia)
Bei mir und Katze blieben berechtigte Zweifel, ob zumindest dieser „engagierte“ Politiker, die Belange des Internets richtig zu schützen weiß. Wir wollen doch hoffen, dass er künftig
bei Hören des Namens Pascal nicht nur insgeheim seine Telefonkontakte durchgeht;-)….

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